Zeitalter der Vernunft

Vom Zusammenhang zwischen Absolutismus und Aufklärung im 17./18.Jh.
Die Aufklärung ist jene Epoche der europäischen Geschichte, aus der oder in der sich die Moderne entwickelt hat – mit all ihren Chancen und Risiken. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und dergleichen Ideale sind nicht aus dem politischen, sozialen oder kulturellen Nichts entstanden: Die Aufklärung ist in gewisser Hinsicht die Fortsetzung des Absolutismus mit anderen, teilweise ähnlichen Mitteln. Einen vernünftigen Staat zu bilden, hat schließlich auch der französische “Sonnenkönig” Louis XIV. für sich beansprucht. Warum dieser Staat dennoch anders aussah und sich anders präsentierte als die Staaten des sogenannten “Aufgeklärten Absolutismus” (König Friedrichs II. von Preußen, Kaiser Josephs II.) oder der “Vernunftstaat” der Französischen Revolution, möchte diese Vorlesung nachvollziehen. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem den mannigfachen Zusammenhängen zwischen politischen Interessen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen sowie geistes- und kulturgeschichtlichen Erneuerungsströmungen. Denn gerade der entschiedene Willen zur Veränderung war es womöglich, der die Aufklärung erst vom Absolutismus unterschieden und zur historischen Grundlage unserer heutigen Welt gemacht hat.

Online-Kurs live im Internet, URL wird bei Anmeldung mitgeteilt.
Termin:      Mittwoch, 16. Mai 2012
Uhrzeit:     19.00 – 20.30 Uhr
Gebühr:     6,00 €
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